Was haben wir früher alles angestellt, um braun zu werden. Man schluckte seltsame Carotin-Kapseln, grillte sich im Sonnenstudio und lag selbst in der Mittagshitze stundenlang an der Isar oder am Strand. Sonnenschutz mit Lichtschutzfaktor? Na bloß nicht. Man wollte schließlich braun werden. Und zwar schnell.
Die Haut als Visitenkarte für ein Schönheitsideal – ein fataler Trend, den die Babyboomer-Generation heute bitter bezahlt. Die meisten Hautkrebserkrankungen werden heute laut einer Statistik der Deutschen Krebsgesellschaft in der Altersgruppe der 75- bis 79-Jährigen diagnostiziert. Doch es hat sich – in diesem Fall glücklicherweise – so manches geändert. Wir sind generationsübergreifend sensibler geworden in puncto Gesundheit, Ernährung und Umwelt. Zudem zwingen uns die katastrophalen Auswirkungen des Klimawandels zum Umdenken in vielen Lebensbereichen. Und wir begreifen: Nur in der grundsätzlichen Veränderung überholter Gewohnheiten liegt die Chance, und zwar bei jedem Einzelnen. Das gilt in hohem Maße auch für die Gesundheit. Nie zuvor war das Hightech-Angebot der Vorsorgemöglichkeiten mit Hilfe der neuesten Medizin-Digitaltechnik oder einer Analyse mittels Künstlicher Intelligenz größer – und damit auch die Chance, der tödlichen Gefahr eines schwarzen Hautkrebses zu entgehen. Nutzen wir sie. Selbst wenn wir dafür einige Euro extra zahlen müssen. redaktion@ovb.net