Unter Extremismusverdacht: Franz Schmid. © Kneffel/dpa
München – Bayerns Verfassungsschutz beobachtet den AfD-Landtagsabgeordneten Franz Schmid wegen Extremismusverdachts. Der 23-Jährige hat nach Einschätzung der Verfassungsschützer enge Verbindungen zur rechtsextremen „Identitären Bewegung“, wie das Innenministerium auf Anfrage der Grünen-Fraktionschefin Katharina Schulze mitteilte. Auch soll er Extremisten finanziell unterstützt haben. Der AfD-Politiker, der auch im Bundesvorstand der Jungen Alternative ist, wies die Vorwürfe als „politische Kampagne“ zurück. Für die Beobachtung von Abgeordneten gelten hohe Hürden. Zentrales Kriterium: Er oder sie setzt das Mandat zum Kampf gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung ein. In Schmids Fall trifft das laut Ministerium zu. Er soll etwa 2023 an einem Treffen der Identitären Bewegung in Dasing teilgenommen haben, bei dem der Rechtsextremist Martin Sellner für „Remigration“ warb. Schulze forderte, die Prüfung eines AfD-Verbots voranzutreiben.