Manfred Weber, Vize-Chef der CSU, gestern in Brüssel. © mm
Brüssel/München – Immerhin eine Personalie in Brüssel ist geklärt: Der Niederbayer Manfred Weber bleibt Fraktionschef der EVP. Er erhielt 95,3 Prozent der Stimmen, 161 Abgeordnete stimmten für den 51-jährigen CSU-Politiker. Weber stimmte die Fraktion auf steigende Verantwortung ein. „Die Europäer haben bei der Europawahl für mehr bürgerliche Politik gestimmt. Die EVP ist die Gestaltungskraft in Europa. Es kommt auf uns an.“ Die Menschen hätten „klar gemacht, dass sie kein ‚Weiter so‘ wollen. Das muss sich in der Politik widerspiegeln.“ Das Mitte-Rechts-Bündnis EVP wird im neuen Europaparlament nach jüngsten Zahlen rund 190 der 720 Sitze besetzen. Neu aufgenommen ist unter anderem die Oppositionspartei „Tisza“ aus Ungarn. Ein Abgeordneter der „Familienpartei“ aus Deutschland kommt hinzu – nicht aber die „Freien Wähler“, die bisher kurioserweise in der linksliberalen Fraktion waren.
Ebenfalls bei einer deutschen Führung bleibt es bei den Grünen. Sie bestätigten am Mittwoch die 37-jährige Terry Reintke als Fraktionsvorsitzende – im Tandem mit dem Niederländer Bas Eickhout.
CD/DPA