Bleibende Schäden nach Attentat

von Redaktion

Kurz vor dem Attentat: Fico in Handlova. © dpa/Stoklasa.

Bratislava – Das am 15. Mai auf Ministerpräsident Robert Fico verübte Attentat gilt in der Slowakei nun als terroristische Tat statt nur als Mordversuch. Diese geänderte Einstufung durch die Justiz gab Generalstaatsanwalt Maros Zilinka bekannt. Damit droht dem Attentäter eine lebenslange Gefängnisstrafe, und auch das öffentliche Gutheißen der Tat kann mit Gefängnis bestraft werden.

Der linkspopulistische Regierungschef war von einem Regierungsgegner mit mehreren Schüssen lebensgefährlich verletzt worden, als er nach einer Regierungssitzung in der Kleinstadt Handlova ins Freie trat. Der unmittelbar danach festgenommene Angreifer sitzt in Untersuchungshaft. Im Polizeiverhör hatte der 71-Jährige seine Tat mit Hass auf Fico und seine Politik begründet.

Fico befand sich nach dem Attentat einige Tage in Lebensgefahr. Inzwischen ist er wieder zu Hause und bereitet sich darauf vor, seine Amtsgeschäfte wieder aufzunehmen. Nach Regierungsangaben hat das Attentat aber bleibende Schäden hinterlassen und Fico wird noch länger nur mit Krücken gehen können.

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