Weiter Massenproteste gegen Netanjahu
Tel Aviv – Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu gerät neun Monate nach dem Massaker der islamistischen Hamas in seinem Land immer mehr unter Druck. Bei landesweiten Protesten am Samstagabend forderten zehntausende Menschen, den wieder in Gang gekommenen indirekten Verhandlungen über die Freilassung der Geiseln und eine Waffenruhe im Gazastreifen endlich zum Erfolg zu verhelfen. „Abkommen jetzt!“, skandierten sie in Tel Aviv. Zum Auftakt eines von Protestgruppen geplanten „Tages der Störung“ versammelten sich Aktivisten am Morgen nahe der Grenze zum Gazastreifen, um schwarze und gelbe Luftballons steigen zu lassen, berichtete die „Times of Israel“. Die Farbe Gelb dient als Symbol für das Schicksal der Geiseln.
Wieder heftige Kämpfe in Ukraine
Kiew – Die russische Armee hat nach eigenen Angaben zwei weitere Ortschaften in der Region Donezk im Osten der Ukraine eingenommen. Am Sonntag sei das Dorf Tschigari unter russische Kontrolle gebracht worden, erklärte das Verteidigungsministerium in Moskau. Am Samstag hatten russische Einheiten nach Angaben Moskaus bereits das etwa 30 Kilometer nordwestlich der Stadt Donezk gelegene Dorf Sokil erobert. Bei einem ukrainischen Drohnenangriff wurde derweil ein Munitionslager in der russischen Grenzregion Woronesch in Brand gesetzt. Russland bestätigte indirekt Explosionen.
Papst: Sorge über Nichtwähler
Triest – Papst Franziskus hat sich politisch tief besorgt gezeigt. Es sei offensichtlich, „dass es um die Demokratie in der heutigen Welt nicht gut bestellt ist“, sagte der Papst am Sonntagmorgen während eines Kurzbesuchs in Triest. In der norditalienischen Stadt nahm er am Abschluss der 50. „Katholischen Sozialwochen“ teil. Er äußerte sich vor allem über eine steigende Zahl von Nichtwählern in Sorge.
Chinesische Soldaten landen in Belarus
Minsk – Chinesische Soldaten sind nach offiziellen Angaben zu einer gemeinsamen Anti-Terror-Übung in Belarus (früher Weißrussland) eingetroffen. Das Manöver werde vom 8. bis 19. Juli abgehalten, teilte das Verteidigungsministerium in Minsk mit. „Das gemeinsame Training hilft, Erfahrungen auszutauschen, die Zusammenarbeit zwischen belarussischen und chinesischen Einheiten zu verbessern und das Fundament für eine weitere Entwicklung der belarussisch-chinesischen Beziehungen auf dem Feld gemeinsamer Truppenausbildung zu legen.“ Zunächst gab es keine Details zu den Übungen. Auch die genaue Anzahl der beteiligten chinesischen Soldaten ist unbekannt. Auf den am Wochenende in Minsk veröffentlichten Fotos ist ein chinesisches Transportflugzeug zu sehen, das eine dreistellige Zahl Soldaten transportieren kann.