Ukraine stoppt Erdgastransit

von Redaktion

Kiew leitet russische Energie nicht mehr in die EU weiter

In der Slowakei kommt kein russisches Gas mehr an. © AFP

Kiew/Moskau – Die Durchleitung von russischem Gas durch die Ukraine in Richtung Europa ist seit dem Sonntagmorgen wie angekündigt komplett eingestellt. Dies teilte der russische Gaskonzern Gazprom am Neujahrstag mit. Auch der ukrainische Transitnetzbetreiber GTS bestätigte, das Netz arbeite ohne russisches Gas. Von der EU, aus der Slowakei und Österreich hieß es, man habe sich auf den Stopp vorbereitet. Die Gasversorgung sei gesichert.

Die Ukraine hatte sich zu dem Transitstopp entschlossen, um Russland von weiteren Einkünften abzuschneiden, mit denen der Kreml auch seinen Angriffskrieg gegen das Nachbarland finanziert. Der ukrainische Energieminister Herman Haluschtschenko bezeichnete den Transitstopp als „historisches Ereignis“. „Russland verliert Märkte, es wird unter den finanziellen Verlusten leiden“, teilte der Minister mit.

Der russische Gaskonzern Gazprom erklärte, dass er nach der Nichtverlängerung des Transitvertrags durch die Führung in Kiew weder juristische noch technische Möglichkeiten habe, das Gas durch die Ukraine zu pumpen. Auch der ukrainische Transitnetzbetreiber GTS teilte mit, seit dem Sonntagmorgen werde kein russisches Gas mehr durch das Netz transportiert. „Der Erdgastransport vom Einspeisepunkt Sudscha an der Ostgrenze der Ukraine zu den Ausspeisepunkten an der West- und Südgrenze wurde beendet“, hieß es.

Die Slowakei erhält nun kein russisches Gas über diese Leitung mehr. Das an die Ukraine grenzende EU- und Nato-Land hatte im Vorfeld massiv gegen die Entscheidung Kiews protestiert.

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