Meloni scheitert erneut

von Redaktion

Zum dritten Mal blockiert ein Gericht die Albanien-Pläne

Rom/Bari – Italiens rechte Ministerpräsidentin Giorgia Meloni kommt mit ihrem Plan zur schnellen Abschiebung von Mittelmeer-Flüchtlingen in Lagern außerhalb der EU nicht voran. Nach einer neuen Niederlage vor Gericht musste Italien wieder eine Gruppe von Migranten aufnehmen, die zwischenzeitlich in Albanien interniert waren.

Die 43 Männer aus Ägypten und Bangladesch wurden am Samstag über die Adria mit einem Schiff der Küstenwache in die süditalienische Hafenstadt Bari gebracht. Dort stehen ihnen jetzt Unterkünfte zur Verfügung. Die endgültige Entscheidung über ihre Asyl-Anträge dürfte sich hinziehen. Somit hat Melonis „Albanien-Modell“ trotz hoher Kosten weiterhin kein einziges Mal funktioniert.

Am Freitagabend hatte ein Berufungsgericht in Rom geurteilt, dass die Asylbewerber, die seit Mittwoch in einem von Italien betriebenen Lager in Albanien einsaßen, in die EU dürfen. Für Melonis Dreier-Koalition war dies bereits der dritte juristische Flop in Folge. Trotzdem will die Vorsitzende der Rechtspartei Fratelli d’Italia (Brüder Italiens) ihr Vorhaben durchziehen.

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