zu Merz/Asyl:
„Es müsste SPD und Grünen zu denken geben, dass die Stimmung in der Bevölkerung eine ganz andere ist, als es die ,spontanen‘ Proteste vor den Parteizentralen von CDU und CSU vortäuschen möchten.“
FAZ
„Taktisch war es unklug von Merz, sich auf einen Showdown kurz vor der Wahl einzulassen. Es hätte genügt zu sagen, wie die Union die irreguläre Migration begrenzen möchte. Eine große Mehrheit stimmt ihren Zielen ohnehin zu. Mit der voreiligen Abstimmung im Bundestag verschaffte Merz der AfD eine Bühne, um ihre vermeintliche Wichtigkeit zu zelebrieren, riskiert den Zusammenhalt der eigenen Partei.“
STUTTGARTER ZEITUNG
„In der Sache sind die Folgen der Nichtannahme überschaubar, ins Land aber geht die Botschaft, dass die Mitte die Probleme nicht löst. Schockierend, wie die Parteien der Mitte kurz vor der Wahl miteinander umgehen.“
VOLKSSTIMME MAGDEBURG
„Der entschlossene und zugegeben risikoreiche Kampf, den Merz für die überfällige Wende in der Zuwanderungspolitik führt, wäre nicht nötig ohne die migrationspolitischen Alleingänge der Kanzlerin, mit denen sie sich zur Geburtshelferin einer fremdenfeindlichen Partei am rechten Rand gemacht hat.“
NÜRNBERGER ZEITUNG „Merz hat einen Befreiungsschlag in der Asylpolitik versucht. Er tat es vielleicht nicht geschickt, aber er fand es notwendig. Merz will eine Wende bei der Migration; die ohne Mehrheit regierenden Sozialdemokraten und Grünen hingegen wollen nur Abläufe verbessern. Das ist das, was von dieser Woche bleibt. Der große Teil der Deutschen ist in dieser Frage bei Merz. Sie haben genug von der Unsicherheit im öffentlichen Raum.“
NZZ (ZÜRICH)