Washington – Wegen ihrer Beteiligung an den Ermittlungen gegen den mittlerweile amtierenden US-Präsidenten Donald Trump sollen US-Medienberichten zufolge zahlreiche FBI-Agenten entlassen werden, darunter auch hochrangige Führungskräfte. Die „Washington Post“ berichtete unter Berufung auf mit den Plänen vertraute Kreise, dass „Beamte daran arbeiten, potenziell Hunderte (von FBI-Agenten) für eine mögliche Entlassung zu identifizieren“. Laut dem Sender CNN wurden mindestens sechs hochrangige FBI-Führungskräfte angewiesen, „bis Montag in den Ruhestand zu treten, zurückzutreten oder entlassen zu werden“.
Laut CNN soll zudem die „mögliche Entlassung“ Dutzender FBI-Agenten geprüft werden, die an den Ermittlungen gegen Trump-Anhänger beteiligt waren, die am 6. Januar 2021 das US-Kapitol stürmten. NBC News berichtete, dass mehr als 20 Leiter von Außenstellen des FBI von der Entlassungswelle betroffen seien. Wie die „Washington Post“ weiter berichtete, wurden 30 Staatsanwälte der US-Bundesjustiz, die zum Kapitolsturm ermittelten, bereits entlassen.
Am Montag hatte bereits das US-Justizministerium eine Reihe von Beamten entlassen, die an der Strafverfolgung von Trump beteiligt waren. Laut einem Beamten des Justizministeriums traf der kommissarische Justizminister James McHenry diese Entscheidung, weil er nicht glaube, dass diese Beamten aufgrund ihrer „bedeutenden Rolle“ bei der Strafverfolgung Trumps vertrauenswürdig seien und „die Agenda des Präsidenten gewissenhaft umsetzen“.