SPD zieht Parteitag auf Juni vor

von Redaktion

Berlin – Die SPD will ihren für Spätherbst geplanten Bundesparteitag auf Juni vorziehen. Dies sei „eine bewusste Entscheidung, um schneller die notwendigen Weichen für die Zukunft der SPD zu stellen“, sagte Generalsekretär Matthias Miersch. Er hatte dem Parteivorstand den Vorschlag gemacht. Damit würde sich auch die Neuwahl der Parteispitze nach vorn verschieben. Sowohl Parteichef Lars Klingbeil als auch Ko-Parteichefin Saskia Esken wollen erneut antreten. „Wir wollen nicht in einer monatelangen Hängepartie verharren, sondern zügig das Wahlergebnis aufarbeiten, die richtigen Schlüsse ziehen und mit einer klaren programmatischen Erneuerung in die kommenden Jahre gehen“, sagte Miersch zum Vorziehen des Termins. „Gerade in Zeiten großer gesellschaftlicher Herausforderungen braucht es eine handlungsfähige Sozialdemokratie.“ Die SPD-Spitze steht nach dem Wahlergebnis in der Kritik. Zuletzt waren sogar Zweifel daran aufgekommen, ob Esken bei Verhandlungen mit der Union überhaupt eine größere Rolle spielt. Die 63-Jährige spielte darauf an. Bei einem Auftritt mit Klingbeil sagte sie „in unser beider Namen“: „All diese Fragen werden ganz sicher nicht die Männer unter sich ausmachen.“

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