KOMMENTAR

Verzicht üben aus Solidarität

von Redaktion

Beginn der Fastenzeit

Die Fastenzeit 2025 wird überschattet von bedrohlichen Entwicklungen. Ein Verzicht der ganz anderen Art beschäftigt die Menschen aktuell und gewiss auch nach den sieben Wochen bis zum Osterfest. Da geht es um weit mehr als die Frage, ob man auf die Süßigkeiten verzichtet, den Alkohol weglässt oder sich ein Handy-Fasten auferlegt.

Die Weltpolitik zwingt uns dazu, sich darauf zu besinnen, was wirklich wichtig ist im Leben. Während die alltäglichen Schreckensnachrichten über die versuchte Neuaufteilung der Welt durch skrupellose Staatenlenker die Menschen in Verunsicherung stürzen, brauchen wir eine Gegenbewegung. Statt in Depressionen zu verfallen, kann man die Fastenzeit dazu nutzen, die eigene Widerstandskraft zu trainieren. Und sich darauf zu besinnen, wie man soziale Netzwerke knüpft und sich gegenseitig unterstützt.

Die Aufgaben, die politisch und gesellschaftlich vor uns liegen, erfordern mehr Solidarität und Gemeinsinn. In einer Zeit, in der viele nur nach dem eigenen Mehrwert von Veränderungen schielen, muss uns klar werden, dass Freiheit, Menschenwürde und Hilfsbereitschaft Tugenden sind, die Voraussetzungen für ein Leben in Sicherheit und Frieden bilden. Für uns, unsere Kinder und Enkel. Das ist ein Mehrwert, für den es sich lohnen sollte, verzichten zu üben. Über die Fastenzeit hinaus.


CLAUDIA.MOELLERS@OVB.NET

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