Hamburger SPD: Zweites Gespräch mit CDU
Hamburg – Gut eine Woche nach ihrem Sieg bei der Bürgerschaftswahl in Hamburg hat die SPD auch mit der CDU ein Sondierungsgespräch über eine mögliche Regierungszusammenarbeit geführt. Wie zuvor schon mit den Grünen habe man auch mit den Christdemokraten vereinbart, die Sondierungen in einer zweiten Runde fortzusetzen, hieß es nach dem gut zweistündigen Treffen im Kurt-Schumacher-Haus. Die erste Runde sei „erfreulich vertraulich“ gelaufen.
Russland weist britische Diplomaten aus
Moskau – Russland hat die Ausweisung von zwei britischen Diplomaten bekannt gegeben. Wie der Geheimdienst FSB am Montag erklärte, betrifft die Maßnahme den Zweiten Sekretär der Botschaft und den Ehemann der Ersten Sekretärin. Beiden werde zur Last gelegt, unter dem „Deckmantel der Botschaft“ als Spione tätig zu sein, dies habe der FSB durch „Maßnahmen der Gegenspionage“ aufgedeckt, teilte der FSB mit.
Trump buhlt vor Wahl erneut um Grönland
Washington – US-Präsident Donald Trump hat den Menschen auf Grönland kurz vor der dortigen Parlamentswahl Milliardeninvestitionen und eine wohlhabende Zukunft als US-Territorium in Aussicht gestellt. „Wir sind bereit, Milliarden von Dollar zu investieren, um neue Arbeitsplätze zu schaffen und euch reich zu machen“, schrieb Trump auf seinem Sozialen Netzwerk Truth Social. Er lud die grönländische Bevölkerung erneut dazu ein, „ein Teil der großartigsten Nation der Welt“ zu werden – wenn sie sich dazu entscheide.
Koalition in Estland zerbrochen
Tallinn – Im baltischen EU- und Nato-Mitgliedsland Estland ist das bislang regierende Dreierbündnis zerbrochen. Ministerpräsident Kristen Michal kündigte auf einer Pressekonferenz in Tallinn an, die Sozialdemokraten (SDE) aufgrund von Meinungsverschiedenheiten aus der Regierung auszuschließen. Damit wird das an Russland grenzende Land nun von einem Zweierbündnis bestehend aus Michals wirtschaftsliberaler Reformpartei und der liberalen Partei Eesti 200 regiert. Beide Parteien verfügen über eine knappe Mehrheit von 52 der 101 Sitze.
Polen: Tusk reagiert auf Musks Schmähung
Warschau – In den Streit zwischen den USA und Polen wegen des Satellitendienstes Starlink für die Ukraine hat sich Polens Ministerpräsident Donald Tusk eingeschaltet. „Wahre Führung bedeutet Respekt gegenüber Partnern und Verbündeten. Auch gegenüber den kleineren und schwächeren. Niemals Arroganz“, schrieb er bei X und fügte hinzu: „Liebe Freunde, denkt darüber nach.“ Tusk sprang damit seinem Außenminister Radoslaw Sikorski zur Seite, der sich einen Schlagabtausch mit US-Milliardär Elon Musk geliefert hatte. Sikorski hatte Musk kritisiert, worauf der antwortete: „Sei still, kleiner Mann.“