Wie gefährlich ist die Einreise in die USA, wird derzeit in Deutschland gefragt. Der Grund dafür sind nicht nur die vereinzelten schlagzeilenträchtigen Festnahmen und Rücksendungen deutscher Staatsbürger, sondern auch die neue Warnung des Auswärtigen Amtes, dass weder ein Visum noch eine ESTA-Genehmigung zwangsläufig auch zur Einreise berechtigen würden. Dies alles könnte den Eindruck erwecken, dass sich die USA bewusst abschotten wollen und dafür auch unbescholtene Reisende büßen müssen, weil es ein Präsident namens Donald Trump so will.
Doch die Fakten sprechen eine andere Sprache. Die zuletzt bekannt gewordenen drei Fälle sind angesichts von zwei Millionen deutschen USA-Touristen im Jahr statistisch absolut irrelevant und belegen keine Verschärfung der Maßnahmen. Unbequeme Fragen gibt es gelegentlich bei den Einreisestellen selbst für Greencard-Inhaber, und das nicht erst seit Trump, sondern schon unter Bill Clinton und Barack Obama. Wer zudem – wie der festgesetzte Fabian Schmidt – Vorstrafen in den USA hat, muss damit rechnen, abgewiesen zu werden. Auch frühere Visa-Vergehen wie ein zu langer Aufenthalt oder ein illegaler Job bedeuteten schon immer Ärger. Wer in dieser Beziehung keine dunklen Flecken auf der Vita hat und sich als Tourist deklariert, dürfte also seinen Urlaub unbeschwert genießen können.