Vorsicht Anleger, es (t)rumpelt!

von Redaktion

Aktienmärkte in Aufruhr

Aktionäre brauchen gute Nerven. Das gilt schon in Zeiten des ganz normalen Wahnsinns, erst recht aber, wenn Donald durch die Weltgeschichte (t)rumpelt. Daher die schlechte Nachricht vorweg: Darauf zu hoffen, dass es nach der Zollkriegserklärung mit einem kurzen Börsengewitter getan ist, könnte sich als zu optimistisch erweisen. Je mehr sich der Konflikt hochschaukelt, desto tiefer fallen die Kurse. Chinas Vergeltung gibt darauf einen Vorgeschmack.

Ebenso trügerisch wäre der Glaube, dass der Schock die US-Börsen härter trifft als den deutschen Dax. Erstens haben die US-Indizes seit Februar, als die Zollangst aufkam und die KI-Blase platzte, bereits kräftig Luft abgelassen. Zweitens sind deutsche Unternehmen mehr als andere auf intakte Lieferketten und freien Handel angewiesen; unser Exportmodell wird gerade fundamental erschüttert. Und drittens ist der besonders heiß gelaufene Dax reif für Gewinnmitnahmen. Weitere 15 Prozent Minus sind durchaus drin.

Man kann das umso besser aussitzen, je länger der Anlagehorizont ist; Sparpläne, in denen jeden Monat ein bestimmter Betrag investiert wird, haben den Vorteil, dass man mit einem Betrag X wieder mehr Aktien für sein Geld kriegt. Wer allerdings sein Geld bald benötigt, muss sich überlegen, ob er einen Teil seines Einsatzes vom Tisch nimmt. Auf Trumps baldige Einsicht zu setzen, ist eine Wette mit offenem Ausgang.

PS: Was sagt eigentlich Alice Weidel zum Treiben ihres großen Vorbilds im Weißen Haus? Das kostet auch viele Deutsche eine Menge Nerven und noch mehr Geld. Von der sonst so wortgewaltigen AfD ist seit Tagen dazu aber kein Pieps mehr zu hören.

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