Der letzte Weg des Papstes

von Redaktion

Himmel und Erde haben Sicherheitsleute im Blick. © dpa

Diese Menschen wollen den Papst noch einmal sehen. © afp

Auf dem Petersplatz, über den der Papst in seiner Amtszeit unzählige Male gefahren ist, nehmen die Menschen heute von ihm Abschied. © AFP

Vatikanstadt – Es wird ein bewegendes Großereignis sein, mit dem sich die Welt heute in Rom von Papst Franziskus verabschieden wird. Kaiserwetter ist prognostiziert, zwölf Stunden Sonnenschein über dem Vatikan, wenn über 200 000 Menschen rund um den Petersplatz, zahlreiche Staats- und Regierungschefs, Vertreter der europäischen Königshäuser und verschiedener Religionen dem verstorbenen Kirchenoberhaupt die letzte Ehre erweisen. Ein Großaufgebot an Sicherheitskräften wird die mehr als fünf Stunden dauernden Trauerfeierlichkeiten überwachen: 10 000 Polizisten sind im Einsatz, Scharfschützen positioniert, Hubschrauber am Himmel unterwegs.

Wenn sich die Trauergäste am Sarg eines Kirchenoberhaupts versammeln, dann sollte politischer Streit ausgeblendet sein. Trotzdem werden die Kameras der Welt genau einfangen, ob und wie sich US-Präsident Donald Trump und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj begegnen werden.

Das Requiem beginnt um 10 Uhr damit, dass der Sarg von lateinischen Gesängen begleitet auf den Vorplatz des Petersdoms begleitet wird. Große Monitore wurden bereits an der vom Tiber zum Vatikan führenden Via della Conciliazione aufgestellt, damit die Menschenmassen das Ereignis auf dem Petersplatz verfolgen können. Erstmals seit einem Jahrhundert wird es im Anschluss an das gegen 13 Uhr endende Requiem, das der Dekan des Kardinalskollegiums, Giovanni Battista Re, leiten wird, einen Trauerzug durch die italienische Hauptstadt geben. In einer sechs Kilometer langen Prozession wird der Wagen mit dem Sarg im Schritttempo durchs antike Rom fahren zur Basilika Santa Maria Maggiore, der Lieblingskirche von Franziskus. Hier wird der verstorbene Papst in einem schlichten Grab beigesetzt. Nur die Aufschrift Franciscus verweist auf das Kirchenoberhaupt, das zwölf Jahre lang die katholische Weltkirche geleitet hat. Die Beisetzung findet außerhalb der Öffentlichkeit im kleinen Kreis statt. Doch auf den Stufen der Kirche nehmen Obdachlose den Sarg in Empfang: Ihnen galt die besondere Fürsorge des Papstes.

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