Mehr Asylanträge in der EU anerkannt

von Redaktion

Brüssel – Die EU-Mitgliedsländer haben im vergangenen Jahr mehr Asylsuchenden Schutz gewährt als im Vorjahr. Die Zahl der erfolgreichen Asylanträge war 2024 mit 437 900 um sieben Prozent höher als im Vorjahr, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat mitteilte. Deutschland gewährte demnach mit Abstand den meisten Menschen Schutzstatus: 150 500 Asylanträge wurden hierzulande anerkannt und damit 34 Prozent der Gesamtzahl innerhalb der EU. Frankreich gewährte 65 230 Menschen Schutzstatus, Spanien 50 915. Zusammen machten die erfolgreichen Asylanträge aus diesen drei Ländern 61 Prozent der Gesamtzahl aus. Mit 32 Prozent wurden die meisten der erfolgreichen Asylanträge von Syrern gestellt, vor Afghanen (17 Prozent) und Venezolanern (acht Prozent).

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 754 525 Erstanträge auf Asyl in der EU gestellt. 51 Prozent dieser Anträge resultierten in der Anerkennung des Asylstatus, der Zuerkennung des Flüchtlingsschutzes oder des subsidiären Schutzes. In den vergangenen Jahren war die höchste Anzahl von Asylanträgen stets von Syrern gestellt worden. Seit dem Sturz des Machthabers Baschar al-Assad im Dezember 2024 haben mehrere Länder die Bearbeitung von Asylanträgen aus Syrien ausgesetzt, darunter auch Deutschland. Menschen, die vor dem Krieg in der Ukraine flüchten, tauchen in der Statistik nicht auf. Für sie hatte die EU nach Beginn des Krieges einen Mechanismus eingeführt, wonach Mitgliedstaaten ukrainischen Staatsangehörigen Schutz gewähren müssen.

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