PRESSESTIMMEN

von Redaktion

„Merz trainierte für seine Einladung ins Oval Office wie für ein TV-Duell zwischen US-Präsidentschaftskandidaten – wissend, dass es nur auf eines ankam: unbeschadet aus dem Rachen des Löwen zu kommen, aus dem Hinterhalt, falls Donald einen vorbereitet hätte. Die Mission ist geglückt: Soweit der ,Erfolg‘ darin bestand, dass er fast 40 Minuten lang einem Monolog Trumps zuhörte.“ CORRIERE DELLA SERA „Für Merz, der sich sorgfältig vorbereitet hatte, verlief das Gespräch ohne größere Stolpersteine. Zugleich aber ist das konkrete Ergebnis des Gesprächs trotz Schulterklopfens mager. Die einzige feste Zusage gab es hinsichtlich der amerikanischen Militärpräsenz in Deutschland. Bei den heißesten Themen – der Krieg in der Ukraine und die Importzölle – blieb die Unterredung oberflächlich.“DE TIJD (BELGIEN) „Die Chemie stimmt: Trump frotzelt, lacht, wirkt gelöst. Am Ende sagt er sogar, halb im Scherz, halb im Ernst: ,Ich habe keine Freunde – außer Friedrich.‘ Nach langen, oft frostigen Jahren zwischen Berlin und Washington wirkt die Beziehung plötzlich wieder belastbar. Oder, wie Trump sagen würde: ,tipptopp‘.“NEUE ZÜRCHER ZEITUNG „Merz hat seine Prüfung bei dem unberechenbaren amerikanischen Präsidenten, der andere internationale Würdenträger beschimpft und in der Vergangenheit keinen Hehl aus seiner Abneigung gegenüber der Führung Deutschlands, seiner alten Heimat, gemacht hatte, mit Bravour bestanden.“NEW YORK TIMES

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