Fossile Brennstoffe sind ein knappes Gut. Die Abgase, die bei der Verbrennung entstehen, richten großen Schaden an. Da ist es richtig, Alternativen voranzutreiben, wo es geht. Der Autoverkehr ist eine der Möglichkeiten, die sich anbieten. Wenn der Preisaufschlag für Elektroautos sinkt und die Politik ihre Bringschuld bei der Ladeinfrastruktur endlich einlöst, gibt es kaum einen Grund, sich ein neues Auto mit Verbrennungsmotor zu kaufen. Die Befreiung von der CO₂-Abgabe würde diesen Trend noch befeuern. Auch ganz ohne Zwang.
Gerade deshalb sagte das Verbrenner-Verbot viel über die frühere EU-Kommission aus. Sie misstraute marktwirtschaftlichen Instrumenten. Sie misstraute dem verantwortungsvollen Umgang mit freien Entscheidungsrechten. Und mit Ge- und Verboten signalisierte die alte Kommission, dass sie es lieber mit Untertanen zu tun haben wollte als mit Bürgern. Der gute Zweck heiligte fast jedes Mittel. Da wurde viel Vertrauen verspielt. Es war höchste Zeit, hier umzukehren.
Wir werden auch in vielen Jahren noch Maschinen brauchen, die Wärme in Kraft umwandeln. Für eine stabile Energieversorgung bleiben sie unerlässlich. Im Luftverkehr ist keine Alternative in Sicht. Und auch in Fahrzeugen, wenn es auf jede Sekunde ankommt – etwa im Katastrophenschutz. Der Glaubenskrieg gegen eine Technologie, ohne die unser Wohlstand nie hätte erreicht werden können, wirkt bizarr.