Minister gegen Bier mit 14

von Redaktion

„Begleitetes Trinken“ soll enden: Auch Bayern stimmt für Plan

Judith Gerlach (CSU), Bayerns Gesundheitsministerin. © dpa

Weimar – Die Gesundheitsminister der Länder drängen auf ein gesetzliches Verbot des sogenannten begleiteten Trinkens von Jugendlichen ab 14 Jahren. Alkohol als weit verbreitete Droge stelle bei Kindern und Jugendlichen ein großes Problem dar, sagte die Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Thüringens Ressortchefin Katharina Schenk (SPD), zum Abschluss des Treffens mit ihren Länderkollegen in Weimar. Appelle allein würden nichts am Missbrauch ändern.

Die Länder-Gesundheitsminister folgten einem Antrag aus Mecklenburg-Vorpommern, der auf eine Änderung des Jugendschutzgesetzes abzielt. Jugendliche dürfen regulär ab 16 Jahren Bier, Wein und Sekt kaufen und trinken. In Begleitung einer sorgeberechtigten Person ist das schon ab 14 erlaubt – auch in Gaststätten oder in der Öffentlichkeit. Die Regelung im Jugendschutzgesetz aus dem Jahr 1952 solle fallen.

Auch Bayern stellt sich hinter den Plan. „Der Konsum von Alkohol bedeutet für Kinder und Jugendliche ein besonders hohes Gesundheitsrisiko. Deshalb sollte ‚begleitete Trinken‘ meiner Ansicht nach abgeschafft werden“, sagte Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) unserer Zeitung. Die bisherige Regelung „ergibt mit Blick auf unsere Präventionsziele keinen Sinn“.

Das Gesetz zählt zum Bundesrecht. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) unterstützt das Anliegen der Länderchefs: „Ich halte den Vorstoß für gut.“ Den Angaben der Länder zufolge trinken 6,9 Prozent der weiblichen und 12,4 Prozent der männlichen 12- bis 17-Jährigen mindestens einmal wöchentlich Alkohol.DPA/CD

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