Mehr für die Meere

von Redaktion

Ozeankonferenz bringt viele Versprechen

Nizza – Zum Abschluss der dritten UN-Ozeankonferenz haben die Teilnehmer am Freitag eine Liste von Selbstverpflichtungen veröffentlicht, die zahlreiche Versprechen, aber wenige finanzielle Zusagen enthält. Die vom Gastgeberland Frankreich angestrebte Ratifizierung des Hochseeabkommens durch 60 Staaten wurde nicht erreicht. Dies solle aber bis Anfang nächsten Jahres geschehen.

An der UN-Konferenz, die am Montag im südfranzösischen Nizza begonnen hatte, haben Vertreter aus 175 Staaten teilgenommen. Die deutsche Delegation wurde von Umweltminister Carsten Schneider (SPD) geleitet.

Angesichts des Alleingangs der USA, die den umweltschädlichen Tiefseebergbau vorantreiben wollen, forderten 37 Staaten eine vorsorgliche Pause. Mehrere Banken kündigten an, Projekte im Tiefseebergbau nicht zu finanzieren.

Die deutsche Delegation beriet sich unter anderem mit Vertretern aus Indonesien, Senegal und Ecuador, um die Ausweisung von Meeresschutzgebieten vorzubereiten. Zudem wurde ein internationales Forschungsprogramm namens „Mission Neptun“ beschlossen. „Der Ozean ist bis heute weniger erforscht als der Mond oder der Mars“, heißt es in dem Text. Und: Knapp 100 Staaten einigten sich darauf, bei den Verhandlungen für ein Plastikabkommen darauf zu dringen, dass dieses bereits die Produktion von Plastik einbeziehe.

Artikel 5 von 11