München – Seit Anfang Juni sucht die bayerische FDP in einer Mitgliederbefragung nach einer neuen Spitze. Nun ist zumindest eine erste Entscheidung gefallen. Von den drei Kandidaten – Michael Ruoff, Matthias Fischbach und Thomas Klaue – bleiben nach der ersten Runde Ruoff und Fischbach für die Stichwahl übrig, die nun bis 22. Juni durchgeführt wird. Die letztendliche Entscheidung fällt dann am Landesparteitag am 28. und 29. Juni in Amberg, wo der Sieger der Befragung zum neuen Chef gekürt werden soll – auch wenn zumindest theoretisch sogar die Möglichkeit besteht, dass er sich auch dort noch einmal mit einem Gegenkandidaten oder einer Gegenkandidatin auseinandersetzen muss.
Erwartet wird das aber nicht. Nach den Pleiten bei Landtags- und Bundestagswahl herrscht dem Vernehmen nach weitgehend Einigkeit darüber, dass die Befragung der knapp 8000 bayerischen Mitglieder einen Neuanfang einleiten soll. Da keiner der angetretenen Männer im ersten Durchgang die absolute Mehrheit auf sich vereinen konnte, geht es nun in die Stichwahl.
Die Favoritenrolle dürfte dabei Ruoff zukommen, der mit 46,45 Prozent die meisten Stimmen bekam, und als Chef der FDP München aus einer stark vernetzten Position antritt. Fischbach, der auf den letzten Drücker noch als Kandidat ins Verfahren gesprungen war, holte 29,87 Prozent. Damit lag der ehemalige Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion vor dem Pullacher Thomas Klaue (23,68 Prozent), der somit aus dem Rennen ist.
Zuletzt wurde die Bayern-FDP von einer Doppelspitze geführt. Martin Hagen und Katja Hessel treten aber beide nicht mehr an. HOR