Bericht: Lukaschenko tritt nicht mehr an

von Redaktion

Minsk – Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko (70) strebt nach eigenen Worten keine weitere Amtszeit an der Spitze der eng mit Russland verbündeten Ex-Sowjetrepublik an. „Nein, das habe ich schon nicht mehr vor“, sagte er in einem Videointerview des US-Magazins „Time“ in Minsk. Er hoffe aber, so gut in Form zu bleiben wie US-Präsident Donald Trump (79), zitierte ihn die staatliche Nachrichtenagentur Belta.

Lukaschenko herrscht seit 1994 in Belarus mit diktatorischen Mitteln. Er lässt auch als letzter Machthaber in Europa weiter die Todesstrafe vollstrecken. Massenproteste gegen eine mutmaßlich massiv gefälschte Wiederwahl 2020 ließ er mit Gewalt niederschlagen. Zum fünften Jahrestag der Proteste beklagen Menschenrechtsorganisationen beispiellose Repressionen.

Er habe schon früher aufhören wollen, aber niemand habe ihm vorwerfen sollen, er sei ein Verräter und lasse sein Land im Stich, sagte Lukaschenko im Interview. Er verneinte, dass sein Sohn Nikolai (20) ihm nachfolgen solle.

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