Russland tötet wartende Rentner

von Redaktion

Mindestens 24 Opfer – AfD-Chef Chrupalla gibt Kiew Mitschuld

Polizisten helfen einem Rentner, dessen Frau bei dem Angriff getötet wurde. © dpa

Kramatorsk – Bei einem russischen Angriff sind nach Behördenangaben aus Kiew mindestens 24 Zivilisten im Osten der Ukraine getötet und weitere 19 schwer verletzt worden. Die Menschen hätten nach ihrer Rente angestanden, als die gelenkte Fliegerbombe eingeschlagen sei, schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf Telegram. Der Militärgouverneur Wadym Filaschkin rief die Anwohner zur Flucht auf.

Der Angriff ereignete sich demnach in der Ortschaft Jarowa, nördlich des von ukrainischen Truppen gehaltenen Ballungsraums Slowjansk und Kramatorsk. Jarowa liegt nahe der Front, die russischen Truppen sind in dem Gebiet nur noch wenige Kilometer entfernt. Auf dem von Selenskyj veröffentlichten Video sind zahlreiche Leichen zu sehen. Uniformierte sind nicht unter den gezeigten Opfern. Die Menschen sollen auf ihre Rente gewartet haben. Im Osten der Ukraine ist die Infrastruktur vielerorts zerstört, sodass die Rentner das Geld persönlich in bar abholen müssen.

„Solche Schläge Russlands dürfen auf keinen Fall ohne eine entsprechende Reaktion der Welt bleiben“, schrieb der ukrainische Präsident. Er wandte sich explizit an die USA mit der Forderung nach schärferen Sanktionen.

Nach dem Treffen von US-Präsident Donald Trump hatte Kreml-Chef Wladimir Putin die Angriffe auf die Ukraine – immer wieder auch auf zivile Ziele – massiv verstärkt. AfD-Chef Tino Chrupalla gibt Kiew eine Mitschuld daran. Die Ukraine habe etwa die „Druschba“-Pipeline Richtung Ungarn und Slowakei bombardiert. „Also: So was kommt von so was“, sagte er gestern in Berlin.

Artikel 3 von 11