Indien will Botschaft in Kabul wiedereröffnen
Neu-Delhi – Indien baut seine Beziehungen zu den in Afghanistan herrschenden Taliban aus. Außenminister Subrahmanyam Jaishankar kündigte während eines Besuchs des Taliban-Außenminsters Amir Chan Muttaki in Neu-Delhi an, die Botschaft in Kabul wiedereröffnen zu wollen. Indien erkennt zwar die De-facto-Regierung der Taliban nicht als legitime Regierung Afghanistans an, verfolgt aber einen pragmatischen Umgang mit den Islamisten. Nach dem Machtwechsel im August 2021 in Kabul hatte Indien seine Konsulate und Botschaft in Afghanistan geschlossen.
Trump für Ausschluss Spaniens aus Nato
Washington – US-Präsident Donald Trump hat im Streit um Verteidigungsausgaben einen Ausschluss Spaniens aus der Nato ins Spiel gebracht. „Wir hatten einen Nachzügler, nämlich Spanien“, sagte er. „Vielleicht sollte man sie ehrlich gesagt aus der Nato werfen.“ Im Juni hatten sich die Nato-Mitgliedstaaten unter dem Druck Trumps geeinigt, die Verteidigungsausgaben bis 2035 auf 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts sowie weitere 1,5 Prozent für verteidigungsrelevante Ausgaben zu erhöhen. Spaniens sozialistischer Ministerpräsident Pedro Sánchez lehnte dies ab und will die Ausgaben bei 2,1 Prozent belassen. Der Nordatlantikvertrag sieht keine Klausel für den Ausschluss eines Mitgliedslandes vor.
Linke nominiert Spitzenkandidatin
Berlin – Die Berliner Linke hat Elif Eralp einstimmig als Spitzenkandidatin für die Abgeordnetenhauswahl am 20. September 2026 vorgeschlagen. Die 44-Jährige ist seit 2021 Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses und seit Mai 2025 stellvertretende Vorsitzende der Berliner Linken.
Bund der Vertriebenen: Mayer wird Präsident
Berlin – Der CSU-Politiker Stephan Mayer ist neuer Präsident des Bundes der Vertriebenen. Die Bundesversammlung des Verbandes wählte den 51-Jährigen, der seit 2016 bereits Vizepräsident der Interessenvertretung war, mit großer Mehrheit zum neuen Repräsentanten. Er folgt auf Bernd Fabritius (ebenfalls CSU), der dem Verband knapp elf Jahre vorstand und von der Bundesregierung zum Beauftragten für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten ernannt wurde.
Ex-SPD-Abgeordneter wegen Betrugs angeklagt
Berlin – Der frühere SPD-Bundestagsabgeordnete Fritz Rudolf Körper aus Rheinland-Pfalz soll zu Unrecht mehr als 202 000 Euro kassiert haben. Die Berliner Staatsanwaltschaft wirft ihm Betrug vor und hat Anklage erhoben. Der inzwischen 70-Jährige schied 2013 aus dem Bundestag aus. Seitdem soll er eine sogenannte Altersentschädigung bezogen haben. Laut Staatsanwaltschaft soll Körper in der Zeit vom 1. Januar 2016 bis zum 31.Juli 2020 jährliche Nebeneinkünfte zwischen rund 77 700 und 426 894 Euro verschwiegen haben.