Ermittler fordern bis zu 2430 Jahre für Imamoglu

von Redaktion

Istanbul – Dem inhaftierten Istanbuler Bürgermeister Ekrem Imamoglu droht in der Türkei eine Haftstrafe bis zum Tod – die Staatsanwaltschaft fordert jedoch noch viel mehr. Weit mehr als 2000 Jahre soll der Rivale von Präsident Recep Tayyip Erdogan ins Gefängnis, wie die Istanbuler Staatsanwaltschaft mitteilte, unter anderem wegen der Gründung und Leitung einer kriminellen Vereinigung sowie wegen Bestechung und Geldwäsche.

Imamoglu war im März festgenommen worden. Das Vorgehen gegen den populären Politiker hatte die größten Proteste seit mehr als zehn Jahren in der Türkei ausgelöst. Imamoglu selbst bestreitet die Vorwürfe. Kritiker sehen das Vorgehen als gezielten Versuch der Regierung, die stärkste Oppositionspartei im Land auszuschalten. Der Staatssender TRT berichtete, in der mehr als 3500 Seiten umfassenden Anklageschrift würden zusammengerechnet 2430 Jahre Haft für Imamoglu gefordert.

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