Berlin/Kiew – Der russische Präsident Wladimir Putin hat gestern in Moskau mit US-Vertretern über ein mögliches Ende des Ukraine-Kriegs verhandelt. An dem Treffen im Kreml nahmen der US-Sondergesandte Steve Witkoff sowie der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, teil.
Unmittelbar zuvor drohte Putin mit scharfen Worten der Ukraine – und auch ihren Unterstützern in Europa. Wenn Europa kämpfen wolle und damit beginne, sei Russland sofort dazu bereit, sagte er. Putin kritisierte auch die Änderungen, die auf Drängen der Europäer in Trumps ursprünglichen 28-Punkte-Friedensplan aufgenommen wurden.
Die EU-Staaten haben mit Blick auf Trumps Plan mehrfach deutlich gemacht, dass sie eine gewaltsame Verschiebung von Grenzen in Europa nicht akzeptieren werden. Nur die Ukraine könne über ihre Gebiete entscheiden. Putin verlangt für einen Frieden unter anderem, dass die Ukraine den Donbass aufgibt. Das lehnt Kiew ab. Um das Bild vom militärisch überlegenen Russland zu untermauern, hatte der Kreml verkündet, die umkämpfte Stadt Pokrowsk sei erobert worden. Dies wurde vom ukrainischen Generalstab dementiert
Dennoch könnte die Ukraine laut Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) zu „schmerzhaften Zugeständnissen“ gezwungen sein. „Das wird für die Ukraine ohne Frage ein außerordentlich schwieriger Prozess, an dessen Ende eine Volksabstimmung stehen könnte“, sagte er der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.