Merz steckt im Umfrage-Tief

von Redaktion

Berlin – Zwei Niederlagen unmittelbar vor der Weihnachtspause: Erst kann sich der Kanzler beim EU-Gipfel mit seiner Forderung, die in Europa festgesetzten Russen-Milliarden zu beschlagnahmen, nicht durchsetzen. Und dann verliert der Kandidat von Friedrich Merz auch noch bei einer innerparteilichen Abstimmung um den Vorsitz der Konrad-Adenauer-Stiftung. Ex-CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer setzte sich gegen den von Merz nominierten Bundestagsabgeordneten Günter Krings durch.

Am Wochenende dann die nächsten Tiefschläge: Gleich bei zwei unabhängig voneinander erhobenen Umfragen stecken der Kanzler und seine Regierung im Beliebtheits-Keller. In einer „Spiegel“-Erhebung kommt die schwarz-rote Koalition bei ihren Zustimmungswerten nur noch auf das Spätniveau der ungeliebten Ampel. Merz selbst stürzt bei den persönlichen Beliebtheitswerten stärker ab als alle anderen.

Im „Sonntagstrend“ der „Bild am Sonntag“ erreichen Union (24 Prozent, minus 1) und SPD (14 Prozent, minus 1) nur noch 38 Prozent – zwei Punkte weniger als in der Vorwoche. Stärkste Kraft bleibt die AfD mit 26 Prozent. Die Grünen verbessern sich um einen Punkt auf elf Prozent. Die Linke liegt weiter bei elf Prozent.

68 Prozent oder rund zwei Drittel der Befragten bewerten die Arbeit des Kanzlers negativ, nur 23 Prozent waren damit zufrieden – der schlechteste Wert seit seinem Amtsantritt. Mit der Arbeit der Koalition waren 70 Prozent der Befragten unzufrieden, 21 Prozent äußerten sich hier positiv.KR

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