Gesundheit: Reform-Ideen aus der Koalition

von Redaktion

Berlin – Angesichts der Finanzprobleme der gesetzlichen Krankenkassen haben Politiker von Union und SPD Einsparvorschläge für eine umfassende Gesundheitsreform im nächsten Jahr gemacht. Der Vize-Vorsitzende der Unionsfraktion, Albert Stegemann (CDU), sprach sich für eine stärkere Selbstbeteiligung gesetzlich Versicherter und ein Primärarztsystem aus. Stegemann sagte der „Bild“, eine „Vollkasko-Mentalität“ stehe im Widerspruch zur Wertschätzung medizinischer Leistungen. SPD-Politiker Christos Pantazis sagte der Zeitung, „alleine die Reform des Rettungsdiensts würde Patientenströme effektiv steuern und könnte bis zu sechs Milliarden Euro pro Jahr einsparen“. Allgemein müssten die Lasten der Reform gerecht auf alle Beteiligten im Gesundheitssystem verteilt werden, forderte er. Sie dürften nicht nur zulasten von Versicherten gehen. CSU-Gesundheitsexperte Stephan Pilsinger sieht bei der Prävention mittelfristig Sparpotenzial: „Vermeidbare Risikofaktoren wie Rauchen, Alkohol, ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel treiben chronische Erkrankungen und belasten das Gesundheitssystem zunehmend“, sagte er. »KOMMENTAR

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