Bouffier kritisiert Spahn scharf
Wiesbaden – Hessens Ex-Ministerpräsident Volker Bouffier (2010 – 2022) kritisiert Unions-Fraktionschef Jens Spahn mit harten Worten. „Ich bin von Jens Spahn enttäuscht“, sagte er der „Zeit“. Bouffier bezieht sich auf die schlechte Kommunikation innerhalb der Regierungsparteien, etwa vor der Abstimmung über das Rentenpaket: „Die Fraktionsführung der CDU ist nicht gut“, sagte Bouffier, früher stellvertretender CDU-Bundesvorsitzender.
Wulff fordert „echten Neustart“
Berlin – Der frühere Bundespräsident Christian Wulff fordert einen Neuanfang von der Bundesregierung. In einem SZ-Interview übt er scharfe Kritik an der Koalition: „Der Jahreswechsel muss von der Regierung wirklich als Anlass zur Erleuchtung genutzt werden. Denn so, wie es bisher gelaufen ist, kann es keinesfalls weitergehen. Da braucht es einen echten Neustart.“ Er betonte, in Krisenmüsse man handeln. „Es nutzt also nichts, immer zu klagen, man sei von den Umständen geschlagen, vom Ukraine-Krieg, von der Zollpolitik der Amerikaner oder sonst irgendwelchen widrigen Umständen. Die entscheidende Frage ist: Wie reagieren wir darauf?“
Lindner schließt Rückkehr in die Politik aus
Berlin – Der ehemalige FDP-Chef und Ex-Bundesfinanzminister Christian Lindner hat eine Rückkehr in die Politik kategorisch ausgeschlossen. „Es ist wirklich zu Ende”, sagte Lindner dem Portal ntv.de. Auch wenn er einzelne Kollegen aus der Partei und aus dem politischen Berlin vermisse, sei dieses Kapitel „mit großer Dankbarkeit für mich abgeschlossen”.
Jemen vor neuer Phase der Eskalation
Aden – Der Jemen steht nach mehr als einem Jahrzehnt des Bürgerkriegs vor einer möglichen neuen Phase der schweren Eskalation. Ein von Saudi-Arabien angeführtes Militärbündnis bombardierte dort am Dienstagmorgen den Hafen von Mukalla mit der Erklärung, die Vereinigten Arabischen Emirate hätten mit zwei Schiffen Waffen und Fahrzeuge für Separatisten im Land liefern wollen. Es ist eine offene und beispiellose Konfrontation der beiden Golfstaaten im Jemen, die eigentlich verbündet sind im Kampf gegen die Huthi-Miliz. Am Nachmittag verkündeten die Emirate überraschend den Abzug ihrer verbliebenen Truppen aus dem Jemen.
Proteste im Iran weiten sich aus
Teheran – Die Proteste in der iranischen Hauptstadt Teheran gegen die Wirtschaftsmisere richten sich Berichten zufolge zunehmend auch gegen die politische Führung. Zugleich weiten sie sich auf andere Städte des Landes aus, wie Augenzeugen erzählten. Demnach kam es in Großstädten wie Isfahan und Kerman sowie auf der Insel Gheschm zu Kundgebungen.