Kiew: Russland hat keine Beweise

von Redaktion

Kreml will keine Belege für Angriff auf Putin-Residenz vorlegen

Kiew/Moskau – Mehr als einen Tag nach einem angeblichen ukrainischen Drohnenangriff auf eine Residenz von Kreml-Chef Wladimir Putin hat Moskau nach Angaben aus Kiew weiterhin keine Beweise für einen solchen Beschuss vorgelegt. „Russland hat noch keine plausiblen Belege zur Untermauerung seiner Vorwürfe geliefert“, erklärte am Dienstag der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha. Er bekräftigte, „dass kein Angriff dieser Art stattgefunden hat“.

Der Kreml teilte seinerseits mit, dass er keine Beweise für den angeblichen Angriff zu präsentieren beabsichtige. Es brauche keinen Beleg für „solch einen massiven Drohnenangriff“, der dank der guten Koordination im russischen Luftabwehrsystem abgewehrt worden sei, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Er kündigte zugleich an, dass Moskau seine Gangart in den Verhandlungen über ein Ende des Kriegs verschärfen werde. Der russische Außenminister Sergej Lawrow hatte die Ukraine beschuldigt, Putins Residenz in der Nacht zum Montag mit 91 Drohnen attackiert zu haben.

Unterdessen teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit, dass es einen weiteren Gipfel geben soll. Geplant sei zunächst ein Treffen der nationalen Sicherheitsberater aus der „Koalition der Willigen“ am 3. Januar in der Ukraine, am 6. Januar sei dann ein Treffen auf Ebene der Staatschefs geplant. Man sei Trumps Team „für die Bereitschaft dankbar, an beiden Formaten teilzunehmen“.

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