Sofia – Mit Beginn des neuen Jahres hat Bulgarien den Lew durch den Euro ersetzt. Der Balkanstaat ist damit das 21. Land, in dem die Gemeinschaftswährung das offizielle Zahlungsmittel ist. Der Euro werde dem Tourismus helfen sowie bulgarischen Herstellern den Handel mit Europa erleichtern, wie das bulgarische Finanzministerium und die Nationalbank BNB erklärten. Für Urlauber wird vieles einfacher: Geldwechsel und Gebühren entfallen, Preise lassen sich einfacher vergleichen und Kartenzahlungen werden unkomplizierter. Der feste Umrechnungskurs liegt bei 1,95583 Lew pro Euro – also exakt derselbe, zu dem einst die D-Mark in den Euro überging.
Doch viele bezweifeln, dass der Euro ihnen nutzen wird. Die Sorge ist groß, dass mit der Währungsumstellung die Preise in dem Balkanland, das zu den ärmsten der EU zählt, steigen. Und nicht wenige befürchten, dass Bulgarien einen Teil seiner Unabhängigkeit aufgeben muss. Staatspräsident Rumen Radew bemängelte, dass es zur Euro-Einführung ein Referendum hätte geben sollen.