Bolsonaro muss nach OP wieder ins Gefängnis

von Redaktion

Bolsonaros Antrag auf Hausarrest wurde abgelehnt. © AFP

Brasília – Der wegen eines Putschversuchs verurteilte ehemalige brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat nach über einer Woche im Krankenhaus die Rückkehr ins Gefängnis angetreten. Zuvor hatte der Oberste Gerichtshof Brasiliens einen Antrag auf die Umwandlung seiner Gefängnisstrafe in Hausarrest abgelehnt. „Entgegen der Behauptungen der Verteidigung“ habe sich Bolsonaros Gesundheitszustand nicht verschlechtert, erklärte Richter Alexandre de Moraes.

Bolsonaros Anwälte hatten beantragt, dass der 70-Jährige seine 27-jährige Haftstrafe im Hausarrest verbüßen darf. Seinen Ärzten zufolge leide er an schweren Schlafstörungen und einer Gastritis. Der ultrarechte Politiker wurde in einer Klinik zuletzt wegen eines Leistenbruchs operiert. Außerdem unterzog er sich einem Eingriff am Zwerchfell wegen eines chronischen Schluckaufs.

Der Ex-Staatschef hatte sich vor dem Antritt seiner Haftstrafe im November zwischenzeitlich im Hausarrest befunden. Er beschädigte damals seine elektronische Fußfessel mit einem Lötkolben und wurde deshalb ins Gefängnis verlegt.

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