KOMMENTAR

Die verletzliche Infrastruktur

von Redaktion

Linksextremer Anschlag in Berlin

Der Anschlag auf das Berliner Stromnetz ist ein Warnsignal. Die wichtigen Teile der Infrastruktur in Deutschland sind zu schlecht gegen Anschläge oder Sabotage geschützt. Die Folgen bekommen Zehntausende in diesen eiskalten Tagen zu spüren. Ohne Strom läuft nichts – keine Heizung, kein Funknetz, kein Licht.

Gegen derlei Ausfälle können sich Bürger meist kaum selbst schützen. Das wenige sollte jeder allerdings tun. In der Speisekammer sollten haltbare Lebensmittel für ein paar Tage oder Wochen lagern. Auch ein Wasservorrat für einige Tage ist sinnvoll. Kerzen, Batterien oder ein Camping-Kocher für den Notfall gehören in die Vorratskiste.

Wichtiger ist die Vorsorge der Unternehmen, die eine kritische Infrastruktur betreiben. In unsicheren Zeiten, in denen mit Sabotageakten ausländischer Mächte gerechnet werden muss, ist die sicherheitstechnische Nachrüstung unumgänglich. Die Angriffsflächen für Böswillige sind vielfältig. Verletzlich ist die Infrastruktur an IT-Systemen ebenso wie bei Kabelsträngen oder Funkmasten. Bisher hat es zum Glück kein Menschenleben gekostet. Doch die Berliner Täter nehmen das in Kauf.

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