Leipzig – In Deutschland werden die Blutreserven knapp. Die Bestände seien in den vergangenen Wochen „deutlich gesunken“, warnte das Universitätsklinikum Leipzig. Besonders prekär sei die Lage bei Konserven der Blutgruppe 0 Rhesus positiv. Hintergrund seien eine „ausgeprägte Erkältungswelle“, die potenzielle Spender ausfallen lasse, sowie die winterlichen Verhältnisse. Diese beeinträchtigten Spendentermine und -bereitschaft.
Die Lage sei bundesweit „angespannt“, erklärte die sächsische Klinik am Sonntag. Regionale Spenderdienste könnten sich bei Engpässen nicht wie üblich gegenseitig helfen. „Das ist aktuell nicht möglich, weil es überall fehlt“, erklärte der Direktor des Instituts für Transfusionsmedizin des Leipziger Universitätskrankenhauses, Reinhard Henschler. Er richtete einen Appell „an die blutspendefähige Leipziger Bevölkerung“.