Nobelpreis darf nicht geteilt werden
Oslo – Die venezolanische Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado kann ihren Nobelpreis weder an US-Präsident Donald Trump weitergeben noch mit ihm teilen. Das geht aus einer Mitteilung hervor, die das Nobelinstitut in Oslo veröffentlicht hat. „Sobald die Bekanntgabe erfolgt ist, ist die Entscheidung endgültig“, heißt es dort. Die Veröffentlichung folgt auf eine Andeutung Machados. Auf die Frage, ob sie angeboten habe, Trump ihren Nobelpreis zu geben, antwortete sie, sie würde ihm „gerne persönlich sagen, dass wir (…) ihm diese Auszeichnung gerne überreichen und mit ihm teilen möchten“.
Erneute Drohungen gegen Kuba
Washington – US-Präsident Donald Trump hat erneut Drohungen gegen Kuba gerichtet. Nach der Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Nicolas Maduro durch US-Elitesoldaten werde „kein weiteres Öl oder Geld nach Kuba gehen“, schrieb Trump in seinem Onlinedienst Truth Social. „Ich rate ihnen dringend, einen Deal abzuschließen, bevor es zu spät ist.“
Bericht: Kurden haben Aleppo verlassen
Aleppo – Nach tagelangen Gefechten in der syrischen Millionenstadt Aleppo zwischen Regierungstruppen und kurdischen Kämpfern haben sich beide Seiten Berichten zufolge auf einen Waffenstillstand geeinigt. Die letzten Kämpfer der kurdisch dominierten Miliz SDF hätten die Stadt verlassen, meldete der arabische Sender Al-Dschasira. Auch die staatliche Nachrichtenagentur Sana berichtete, die letzten SDF-Kämpfer hätten in der Nacht den kurdisch geprägten Stadtteil Scheich Maksud mit Bussen in Richtung Nordosten des Landes verlassen.
Bauern protestieren gegen Mercosur
Le Havre – Nach der Einigung der EU auf ein Handelsabkommen mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten haben am Wochenende Landwirte in mehreren europäischen Ländern protestiert. Im Westen Frankreichs blockierten in der Nacht zum Sonntag rund hundert Landwirte den Zugang zum Hafen von Le Havre, im irischen Athlone versammelten sich Bauern mit Traktoren.
Japans Regierungschefin erwägt Neuwahlen
Tokio – Angesichts guter Umfragewerte erwägt Japans Regierungschefin Sanae Takaichi laut Medienberichten vorgezogene Neuwahlen in wenigen Wochen. Takaichi wolle das Parlament möglicherweise am 23. Januar auflösen, berichteten die Zeitungen „Yomiuri „ und „Mainichi“. Damit könne die Parlamentswahl zwischen Anfang und Mitte Februar stattfinden. Takaichi war im Oktober als erste Frau japanische Regierungschefin geworden. Ihr Kabinett genießt Zustimmungswerte von rund 70 Prozent.