KOMMENTAR

Endlich weg mit der „German Angst“

von Redaktion

So viele Aktionäre wie noch nie

14,1 Millionen Deutsche haben Aktien. Rekord! Im Umkehrschluss heißt das aber: rund 60 Millionen der über 14-Jährigen hierzulande sind immer noch keine Aktionäre. Verglichen mit Ländern wie den USA, Großbritannien, Schweden oder der Schweiz ist das eine miserable Quote.

Dass die Deutschen einen Bogen um die Börse machen, hat mit der starken deutschen Banken- und Finanzlobby zu tun. Sie kassierte lange lieber hohe Provisionen für windige Zertifikate und renditeschwache Versicherungen, als günstige ETFs zu vertreiben. Zum anderen halten immer noch zu viele Sparer die Börse für ein Casino, weil sich schmerzhafte Verluste durch den Crash am Neuen Markt, den Absturz der Telekom-Aktie oder die Finanzkrise tief eingebrannt haben.

Wollen die Deutschen ihren privaten Wohlstand erhalten, müssen sie endlich ihre „German Angst“ gegenüber allem Neuen und Riskanten überwinden. Denn Festgeld und Lebensversicherungen alleine reichen nicht, um die Inflation auszugleichen. Das hat nach Endlos-Debatten nun auch die Bundesregierung erkannt und will die Altersvorsorge mit Aktien ab 2027 fördern. Gut so! ANDREAS.HOESS@OVB.NET

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