München – Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) reagiert „erstaunt und verärgert“ auf die Drohung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU), im Falle eines anhaltenden Ärztemangels in einigen Regionen womöglich einen Staatskommissar mit der Aufgabe betrauen zu wollen. Regulär ist die KVB für die Besetzung der Praxissitze zuständig.
Es sei „grundsätzlich besser, mit uns zu sprechen als nur über uns“, teilte der KVB-Vorstand gestern mit. Man stimme „dem Ministerpräsidenten in seiner Analyse zwar grundsätzlich zu, dass die medizinische Versorgung in strukturschwachen Regionen Bayerns zunehmend schwieriger aufrecht zu erhalten ist.“ Aber: „Wir tun seit Jahren alles, was in unseren Möglichkeiten steht, um die ambulante Versorgung in Bayern sicherzustellen und gezielt Ärztinnen und Ärzte für nicht ausreichend versorgte Regionen zu gewinnen“.
Söder hatte am Dienstag gesagt, er wünsche sich dabei „deutlich mehr Engagement“ von der Kassenärztlichen Vereinigung.HOR