Washington – US-Präsident Donald Trump empfing am Donnerstag die venezolanische Oppositionspolitikerin und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado. Trump hat klar gemacht, was er sich von dem bis Redaktionsschluss nicht beendeten Treffen erwartete: Machado soll ihren Nobelpreis an ihn weiterreichen, denn er habe ihn „verdient“. Im Weißen Haus dürfte es daneben auch um die Zukunft Venezuelas gehen.
Anfang Januar hatte Machado im US-Sender Fox News gesagt, sie sei zur Weitergabe des Nobelpreises an Trump bereit.„Ich habe gehört, dass sie das machen will. Das wäre eine große Ehre“, reagierte Trump, der den Nobelpreis in seinem Onlinedienst Truth Social prompt falsch schrieb – „Noble“, wie das englische Wort für edel. Das Nobelkomitee in Oslo stellte umgehend klar, dass die Preisweitergabe nicht den Regeln entspricht.
Machado erhofft sich durch das Aushändigen der Medaille an Trump womöglich eine größere Rolle in ihrem Heimatland. Allerdings: Die Frage, ob Trump es nach wie vor für schwierig für Machado halte, Venezuela zu führen, weil ihr die Unterstützung und der Respekt in dem Land fehlten, bejahte seine Sprecherin Karoline Leavitt bei einer Pressekonferenz während des laufenden Treffens.