Angst vor einer Eskalation im Iran

von Redaktion

Washington/Teheran – Nach Drohungen von US-Präsident Donald Trump und persönlichen Angriffen von Irans oberstem Führer Ali Chamenei wächst die Sorge vor einer militärischen Eskalation. Trump sprach sich für einen Regierungswechsel im Iran aus. Irans Präsident Massud Peseschkian erklärte, jede Aggression gegen Chamenei wäre gleichbedeutend mit einem umfassenden Krieg gegen sein Land.

Chamenei hatte zuvor den US-Präsidenten als „Verbrecher“ bezeichnet. Er machte ihn für Opfer und Schäden bei den jüngsten Massenprotesten verantwortlich. Amerika müsse zur Verantwortung gezogen werden. Das US-Außenministerium warnte den Iran vor Angriffen auf US-Stützpunkte und kündigte für diesen Fall eine entschlossene Reaktion an.

Trotz einer Internetsperre werden immer mehr Schätzungen der Zahl mutmaßlicher Todesopfer infolge des gewaltsamen Vorgehens von Sicherheitskräften publik. Das in den USA ansässige Aktivistennetzwerk Hrana berichtete, 3308 Todesfälle seien bestätigt, 4382 würden geprüft. Rund 24 266 Menschen seien festgenommen worden. Laut der „Sunday Times“ sollen bis zu 18 000 Menschen getötet und 360 000 Menschen verletzt worden sein.

Unterdessen kündigte der im US-Exil lebende Schah-Sohn Reza Pahlavi seine Rückkehr in den Iran an. Ein Datum nannte der 65-Jährige nicht. Völlig offen ist, ob Pahlavi überhaupt einreisen dürfte.

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