PRESSESTIMMEN

von Redaktion

„Ein Jahr nach Beginn der zweiten Amtszeit Donald Trumps riskiert Amerika, ein zentrales Merkmal unserer Demokratie zu verlieren: dass wir ein Land sind, das von Gesetzen regiert wird, nicht von einem einzelnen Mann. (…) Die Republikanische Partei hat sich weitgehend stillschweigend beteiligt (…). Manche scheinen die Gefahr für die Wirtschaft zu begreifen, die von Trumps Kontrolle über die Fed ausgeht, doch sie müssen das Gesamtbild erfassen und die Gefahr für die Demokratie erkennen, die auch mit der Kontrolle der Strafverfolgungsbehörden verbunden ist. Im Namen der Amerikaner, die nun ohne ein funktionierendes System von Recht und Ordnung leben müssen, sollte der Kongress endlich handeln und dieser eigennützigen Zerstörung ein Ende setzen.“NEW YORK TIMES

„Ohne einen Schuss abzugeben oder die Nato aufzulösen, hofft Trump, Dänemark durch Einschüchterung dazu zu bringen, ein Gebiet seines Königreichs zu verkaufen, das geografisch größer ist als Mexiko. (…) Doch die USA haben bereits einen einfachen Zugang: Die Space Force unterhält dort einen Stützpunkt. Dänemark hat sich als besonders starker und engagierter Partner erwiesen. Die Dänen verzeichneten eine der höchsten Opferzahlen pro Kopf bei der Unterstützung der US-Militäreinsätze nach den Anschlägen vom 11. September.“WASHINGTON POST

„Angesichts dieser Vielfalt möglicher Szenarien: Was sollen die europäischen Staats- und Regierungschefs tun? Um die schlimmsten Folgen zu vermeiden, müssen sie jetzt handeln. Vergangenes Jahr haben sie es mit Beschwichtigung und Schmeichelei versucht. Das hat sie in diese Lage gebracht. Sie müssen unverzüglich umsteuern.“FINANCIAL TIMES (LONDON)

„Trotz seiner großspurigen Drohungen war Trump bei militärischen Aktionen oft vorsichtig. Er muss nicht jedes Mal seine Drohungen wahr machen, sondern muss nur wissen lassen, dass er dazu in der Lage ist, sie auch umzusetzen. Aber seine Motive (Ressourcenraub, imperiale Pracht, Rache, ,zivilisatorische‘ Überlegenheit und Selbstverherrlichung) sind alarmierend. Seine Vorstellung von einem Sieg ist kurzfristig und egozentrisch.“GUARDIAN (LONDON)

„Wer hätte gedacht, dass ein 77 Jahre altes Bündnis auf einem Stück gefrorenem Land am Rande der Welt zerbrechen könnte? Nach Donald Trumps jüngsten Provokationen können die Europäer nicht länger untätig bleiben in der Hoffnung, weitere Vergeltungsmaßnahmen zu vermeiden oder die Nato um jeden Preis zu retten. (…) Trump verschiebt die Grenzen, und es ist an den Europäern, ihm zu zeigen, dass es sie gibt.“LIBÉRATION (PARIS)

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