Weltfußballer des Jahres 2017: Cristiano Ronaldo schenkt Trump seine Trophäe.
Erster Mann auf dem Mond: Auch diese Auszeichnung erhält Donald Trump. © Instagram
Eine Katze gibt ihre gefangene Maus an den Präsidenten weiter. © Instagram (3), Facebook
Ein Grammy für Trump: Die Musiker von Milli Vanilli überreichen ihren Preis von 1990.
Stockholm/Washington – María Corina Machado ist der Ansicht, Donald Trump habe den Friedensnobelpreis verdient. Deshalb reiste die venezolanische Oppositionsführerin vergangenen Donnerstag nach Washington, um ihm ihre Nobelpreismedaille zu überreichen. Dankbar nahm der US-Präsident die symbolische Auszeichnung entgegen und posierte freudestrahlend mit Machado und der Medaille für ein Foto im Weißen Haus.
Das Bild nahmen sich zahlreiche Internetnutzer als Vorlage, um Trump in immer neue, absurde Ehrenszenarien zu montieren. Binnen Stunden kursierten Fotomontagen, die ihn als Träger weiterer Auszeichnungen zeigten: erster Mann auf dem Mond, Weltfußballer des Jahres – oder auch stolzer Fänger einer Maus.
Ob die Ehre für ein gefangenes Nagetier übertragbar ist, bleibt offen. Die des Friedensnobelpreises ist es jedenfalls nicht. Das stellte die schwedische Nobelstiftung am Montag auf ihrer Website klar. Demnach darf lediglich das zuständige Nobelkomitee bestimmen, wer die Auszeichnung bekommt. „Ein Preis kann also auch nicht symbolisch weitergegeben oder weiterverteilt werden.“
Zuvor hatte sich bereits das Nobelinstitut in Oslo zu Wort gemeldet und deutlich gemacht, dass es nicht möglich sei, verliehene Preise zu teilen oder zu übertragen. Das Institut nannte Machado jedoch nicht beim Namen und betonte zudem, es würde sich grundsätzlich nicht zum Verhalten von Trägern des Friedensnobelpreises nach der Verleihung äußern. Es werde lediglich die Arbeit zum Zeitpunkt der Entscheidung bewertet.
Machado erhielt den Preis im Dezember vergangenen Jahres für ihren Einsatz für die demokratischen Rechte des venezolanischen Volkes. Durch das Aushändigen der Medaille an Trump erhofft sie sich womöglich eine stärkere politische Rolle in Venezuela. Davon war Trump zuletzt nicht überzeugt: „Sie ist eine sehr nette Frau, aber sie flößt keinen Respekt ein“, urteilte er über die 58-Jährige.