UNO: Anstieg der Hinrichtungen weltweit

von Redaktion

New York – Im Jahr 2025 ist laut UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk weltweit ein „besorgniserregender Anstieg“ von Hinrichtungen verzeichnet worden. In einer am Montag veröffentlichten Mitteilung verwies Türk insbesondere auf die Entwicklung im Iran, in Saudi-Arabien und den USA. Alleine im Iran wurden demnach mindestens 1500 Menschen hingerichtet – und somit rund 600 Menschen mehr als im Jahr 2024.

Zugleich sei weiterhin ein „weltweiter Trend“ hin zu einer allgemeinen Abschaffung der Todesstrafe festzustellen, erklärte Türk weiter. Positiv wies er Entscheidungen in Vietnam, Pakistan, Simbabwe und Kenia hervor, die Vollstreckung der Todesstrafe zu begrenzen. Der Anstieg der Exekutionen sei dagegen hauptsächlich auf eine „bedeutende Erhöhung in einer kleinen Anzahl von Staaten“ zurückzuführen, welche die Todesstrafe beibehielten.

Mit Blick auf den Iran erklärte Türk, „das Ausmaß und die Häufigkeit der Hinrichtungen“ dort deuteten „auf einen systematischen Einsatz der Todesstrafe als Mittel der Einschüchterung durch den Staat hin“.

In Saudi-Arabien wurden dem UN-Menschenrechtskommissar zufolge im vergangenen Jahr mindestens 356 Menschen hingerichtet, darunter mindestens zwei Minderjährige. Somit sei der bisherige Höchstwert aus dem Jahr 2024 übertroffen worden.

Für die USA stellte Türk 47 Hinrichtungen fest – und somit die größte Anzahl in 16 Jahren. Er verwies auf die 2024 eingeführten Hinrichtungen durch Stickstoffgas: Diese Methode habe sich inzwischen „allgemein durchgesetzt“ und gebe Anlass zu „großer Besorgnis“, da es sich womöglich um „Folter oder grausame Bestrafung“ handle.

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