Hamburg – Ein Prozess wegen der mutmaßlichen Verbrennung von Koranseiten vor dem Islamischen Zentrum Hamburg (IZH) ist am Montag ohne Urteil beendet worden. Das Amtsgericht Hamburg St. Georg stellte das Verfahren gegen alle vier Angeklagten gegen Zahlung von Geldauflagen ein, so die Pressestelle.
Den Angeklagten im Alter zwischen 30 und 75 Jahren sollen im August 2022 vor dem IZH im Rahmen einer Demo mehrere Seiten aus einem Koran herausgerissen, angezündet und anschließend mit Füßen getreten haben. Eine Mitangeklagte soll währenddessen eine islamkritische Rede gehalten haben. Die Aktion führte laut Ermittlungsbehörden zu verbalen Auseinandersetzungen mit Gläubigen, die sich zu einem Gottesdienst in der Moschee aufhielten. Der Tatvorwurf lautete gemeinschaftliche Beschimpfung von Glaubensbekenntnissen.