München – Bayerns Wirtschaft stellt sich hinter das Bürgergeld-Aus und hinter konsequente Sanktionen in der neuen Grundsicherung. „Eine Sanktionsverschärfung für Verweigerung ist eine notwendige Maßnahme“, sagte Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft bei einem Kongress zur Zwischenbilanz der Sozialreform. Es sei auch richtig, die Karenzzeit für Vermögen zu streichen und die Wohnungskosten strenger zu deckeln. „Arbeitslosigkeit darf nicht attraktiver sein als Arbeit. Wir brauchen wieder mehr Eigenverantwortung, mehr Leistungsgerechtigkeit und mehr Anreize zum Arbeiten.“ Der Gesetzentwurf zur Grundsicherung, der das umstrittene Bürgergeld ab Juli ablösen soll, durchlief letzte Woche die erste Lesung im Bundestag. Es folgen Ausschussdebatten, eine Anhörung, weitere Lesungen und, so weit der schwarz-rote Plan, der Beschluss in Bundestag und Bundesrat bis Ende März. Brossardt forderte von der Bundesregierung weitere und größere Schritte für Reformen, Ziel sei eine Zusammenführung von Leistungen.MM