Bundesregierung: Putin nutzt Kälte als Waffe

von Redaktion

Berlin/Kiew – Die Bundesregierung wirft Russland nach den jüngsten schweren Angriffen auf die Ukraine Kriegsverbrechen vor. „Hunderttausende Kinder, ältere Menschen, ganze Familien müssen bei eisigen Minusgraden ohne Strom, ohne Heizung und ohne warmes Wasser ausharren“, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer gestern. „Putin nutzt Kälte als Waffe. Sein Vorgehen ist zutiefst unmenschlich und menschenverachtend.“

Russland überzieht die Ukraine im kältesten Winter seit Kriegsbeginn mit Angriffswellen auf zivile Ziele und Energieanlagen. Große Teile der Hauptstadt Kiew waren gestern noch immer ohne Fernwärme und Strom. Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge haben gut 600 000 Einwohner die Dreimillionenstadt vorübergehend verlassen. In der ostukrainischen Großstadt Charkiw und der angrenzenden Region waren fast 90 Prozent der Haushalte ohne Strom.

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