Berlin/Karlsruhe – Der Vorwurf wiegt schwer: Die Bundesanwaltschaft hat in Berlin eine mutmaßliche Spionin festnehmen lassen, die für Russland gearbeitet haben soll. Die Deutsch-Ukrainerin soll Informationen mit Bezug zum Krieg in der Ukraine für einen russischen Geheimdienst beschafft haben, teilte die Karlsruher Behörde mit. Bei ihr und weiteren Beschuldigten fanden Durchsuchungen in Brandenburg, Rheinland-Pfalz und München statt. Im Visier der Ermittler stehen dabei auch zwei ehemalige Angehörige der Bundeswehr. Sie sollen ebenfalls im Auftrag des russischen Nachrichtendienstes gehandelt haben.
In Brandenburg wurden gestern derweil ein Russe und ein Deutscher festgenommen, die jahrelang prorussische Separatisten der sogenannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk in der Ostukraine unterstützt haben sollen. So sollen sie unter anderem am Transport von Drohnen in die Donbass-Region beteiligt gewesen sein.