Davos – Vertreter der USA, der Ukraine und Russlands wollen sich in den Vereinigten Arabischen Emiraten treffen und über Bedingungen für ein Ende des Ukraine-Krieges reden. Die Gespräche sollen heute und am Samstag in Abu Dhabi stattfinden, wie der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf dem Weltwirtschaftsforum im Schweizer Alpenort Davos sagte. Auch US-Unterhändler Steve Witkoff bestätigte, er werde nach seinem Treffen mit Russlands Präsident Wladimir Putin nach Abu Dhabi, Hauptstadt der Emirate, weiterreisen.
Die Verhandlungen über ein Kriegsende kommen trotz intenisver diplomatischer Bemühungen nicht zu einem Durchbruch. Gestern hatte sich Selenskyj eine gute Stunde in Davos mit Donald Trump ausgetauscht. Es sei ein gutes Treffen gewesen, sagte der US-Präsident, einen Druchbruch habe es aber nicht gegeben. Man habe „noch einen weiten Weg vor sich“, sagte er vor Reportern. Man müsse sehen, wie das Gespräch von Witkoff mit Putin verlaufe. Das Treffen stand gestern Abend in Moskau an. Die Botschaft an Putin sei: „Der Krieg muss aufhören.“
Selenskyj sagte, er habe sich mit Trump über US-Sicherheitsgarantien geeinigt. „Ohne die USA funktionieren keine Sicherheitsgarantien.“ Das Dokument sei aber noch nicht unterschrieben. Was die Gespräche in Abu Dhabi Neues bringen und ob Moskau wirklich zu Kompromissen bereit sei, müsse man abwarten.
Zuvor hatte er kurz nach dem Treffen mit Trump die europäischen Verbündeten der Ukraine und die Nato scharf angegriffen. „Europa diskutiert gern über die Zukunft, scheut sich aber davor, heute zu handeln – Handlungen, die darüber entscheiden, welche Art von Zukunft wir haben.“ Das Verteidigungsbündnis Nato existiere lediglich dank des Glaubens, dass die USA im Falle eines Angriffs helfen würden. „Doch niemand hat das Bündnis bisher in Aktion erlebt.“WHA