Der Besonnene

von Redaktion

Lass ihn ausreden! Nie auf Provokationen reagieren! Besonnen und in perfektem Business-Englisch kurz antworten! Das war der Plan, den Friedrich Merz vor seinem ersten Trump-Treffen im Oval Office hatte. Er ging voll auf. Der Kanzler wird vom US-Präsidenten respektiert, sogar ab und zu öffentlich gelobt. Trump mag an Merz, dass er einen harten Asylkurs fährt, die USA kennt, aus der Wirtschaft kommt und, auch wenn‘s total unpolitisch ist, ein kleines Privatflugzeug fliegt. Beide telefonieren regelmäßig und schreiben sich direkt SMS. Merz war in seiner Zeit als Manager häufig in den USA. Er spricht fließend Englisch, kann ohne Probleme und ohne Dolmetscher Interviews geben und seine Gespräche mit Trump effizient und ohne Übersetzungspausen führen. Das klingt selbstverständlich, ist es aber für viele Politiker in Berlin nicht.

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