Humanitäre Notlage im Nordosten Syriens

von Redaktion

Damaskus – Im von kurdischen Milizen und Regierungstruppen umkämpften Nordsyrien ist die humanitäre Lage „katastrophal“, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte. Die überwiegend kurdisch bewohnte Stadt Kobane nahe der türkischen Grenze werde von Regierungskämpfern seit mehr als einer Woche belagert. Die Lieferung von Lebensmitteln sei fast komplett gestoppt worden. Die Staatsagentur Sana berichtete, Regierungstruppen würden humanitäre Korridore nach Kobane sowie in die Stadt Hassaka einrichten. Nach Angaben von Aktivisten ist ein Konvoi mit Hilfsgütern auf dem Weg nach Kobane. Schon am Samstag soll ein Konvoi mit Arznei- und Lebensmitteln aus Aleppo in Richtung Kobane gestartet sein.

Die syrische Übergangsregierung hat im Nordosten große Gebiete unter ihre Kontrolle gebracht und die kurdisch angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) zurückgedrängt. Aktuell gilt eine Waffenruhe. Die SDF sollen nun einen Plan vorlegen, wie die Institutionen in der kurdischen Selbstverwaltung in die staatliche Ordnung übergehen. Ziel der Waffenruhe ist auch, in Nordsyrien inhaftierte Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat in den Irak zu verlegen.

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