Teheran/Istanbul – Irans Außenminister Abbas Araghtschi hat angesichts der Spannungen mit den USA erklärt, sein Land sei sowohl für Verhandlungen als auch für einen Krieg bereit. Bei einer Pressekonferenz in Istanbul wies er zentrale Forderungen von US-Präsident Donald Trump zurück. Trump verlangt unter anderem vom Iran, die Reichweite von ballistischen Raketen zu begrenzen sowie auf die Anreicherung von Uran zu verzichten. Araghtschi erklärte, Verteidigungsstrategien und Raketensysteme würden niemals Gegenstand von Verhandlungen sein.
Die Türkei versucht, sich angesichts der Spannungen als potenzieller Vermittler zu positionieren. Die Wiederaufnahme der Verhandlungen sei entscheidend, um einen „zerstörerischen“ Krieg zu vermeiden, sagte der türkische Außenminister Hakan Fidan. Der Iran sei zu einem Dialog bereit, jedoch nur zu „fairen und gerechten Bedingungen“, so Araghtschi.